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12.12.2017

Vermietung der Freizeitanlage Höbelgraben

Für die Vermietung der Freizeitanlage am Höbelgraben ist der 1. Beigeordnete Gerald Meyer zuständig. Tel. 06386-5593


Kohlenbergbau

Kohlenbergbau

Die letzte Altenkircher Grubenbelegschaft nach dem II: Weltkrieg

Die Geschichte des Kohlenbergbau

1769
Konzessionserteilung des Pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor an 5 Bauern aus Altenkirchen zur Kohleschürfung in der Gemarkung. Inbetriebnahme der “Carl-Fundgrube” am Bubenberg im Stollenbetrieb.

1775
Johann Paul Weiß aus Neunkirchen/Potzberg gründet in unmittelbarer die “Sankt-Paulus-Grube”. Jakob Meixner ist Obersteiger

1776
Inbetriebnahme der “Maximiliansgrube” mit 2 Stollen am “Köpfchesrech” und “Neuenberg”. Später kommt der Stollen “Frische Muth” beim “Dinkelfeld” noch dazu. Johann Paul Weiß übernimmt alle Gruben als Eigner und betreibt sie mit wechseldem Erfolg bis zu seinem Tod 1794.

1794
Konrad Weiß , der älteste Sohn, übernimmt nun die Verwaltung der Steinkohlegruben in Altenkirchen und führt sie erfolgreich auch während der französischen Besatzungsjahre.

1824
Konrad Weiß verstirbt. Dem ältesten Sohn Karl Weiß gelingt es den Bergbau in Altenkirchen und Umgebung zu seiner größten Blüte zu führen.

1830 - 1870
Die Maximiliansgrube entwickelt sich zur bedeutendsten Steinkohlegrube in der Westpfalz. Die durchschnittliche Jahresfördermenge betrug 2550 t bei einer durchschnittlichen Belegschaft von 43 Männer. 1832 erfolgt der Ankauf des ehemaligen Schulhauses als Sitz der Grubenverwaltung.

1870 - 1880
Die Maximiliansgrube erlebt nochmals eine Periode des Aufschwungs. 1871 Umzug in ein neu erbautes Haus mit Stallungen ( heutiges Anwesen Wern).
1879 verstirbt Karl Weiß in Altenkirchen.
Trotz Errichtung neuer Grubengebäude und Föderanlagen hält die Grube dem Konkurenzdruck der Saargruben nicht mehr Stand. Die Familie Weiß muss in Folge des Fehlschlages einer Schachtabteufung und bei der Modernisierung finanziell aufgeben und den Besitz an ein Bankenkonsortium aus Zweibrücken und Saarbrücken verkaufen.
Viele Angehörige der Weiß - Familie emigrierten nach Amerika.

1895 - 1899
Schließung und Abbau aller Betriebsanlagen. Die Belegschaft wandert ab zu den Gruben Nordfeld und Frankenholz

Die Geschichte des Altenkircher Steinkohlebergbaues fand damit nach über 100 Jahren ihr Ende.

Die kurfristige Wiederbelebung im 20.Jhdt., jeweils nach den beiden Weltkriegen blieb Episode.